„Freedom is just another word for nothing left to lose“
Janis Joplin: Me and Bobby McGee
Anmeldung | Einladung | Tagungsstätte | Programm |
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Neujahrstreffen 2016
in Kooperation mit dem Internationalen Forum Burg Liebenzell e.V.
Meins, Deins, Unser – Umgang mit Eigentum als Spiegel der Gesellschaft
2. – 5. Januar 2016 · Internationales Forum Burg Liebenzell · Bad Liebenzell
![[Freistehendes Haus]](/media//fotos/Eigentum2016_roads-274241_1280.jpg)
„My home is my castle“. Bildquelle: pixabay.com
Sind Freiheit und Besitz unvereinbar, wie die amerikanische Sängerin Janis Joplin meinte? Sie zeichnet das Bild eines wahrhaft unabhängigen Lebens, das nur deshalb ganz frei ist, weil man nichts mehr zu verlieren hat. Und wir kennen das ja auch: Eigentum bedeutet Verantwortung, das weiß jeder, der sich regelmäßig um sein Auto oder sein Haus kümmern muss. Unsere Gedanken und Sorgen widmen sich nur allzu oft dem Erwerb oder dem Erhalt von Besitz.
Deshalb meinen andere, dass wir Menschen erst uns selbst entfalten können, wenn wir dauerhaft und sicher genügend Einkommen beziehen. Nur wer genügend bekommt, kann seinen Interessen nachgehen und sich selbst frei von Sorgen weiterentwickeln. Einige Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens versprechen sich sogleich eine innovativere und solidarischere Gesellschaft, wenn die alltägliche Sorge um das Einkommen wegfällt.
Auf der Burg Liebenzell möchten wir Anfang 2016 herausfinden, wie wir uns zwischen diesen beiden Polen positionieren können. In Vorträgen, einem Planspiel und einer eigenen Erarbeitung wollen wir uns dem Themenkomplex von verschiedenen Seiten annähern. Von einem individuellen und persönlichen Einstieg gelangen wir zu bundespolitischen und globalen Fragestellungen rund um das Thema Besitz und Eigentum. Auch der persönliche Austausch zum Thema und darüber hinaus wird wieder nicht zu kurz kommen.
Wir freuen uns, Sie und euch im Januar auf der Burg begrüßen zu dürfen!
Frank Loddemann und Gertrud Gandenberger
Wasser ist (k)eine Ware?! „In Anlehnung an die Privatisierungswelle von Trinkwasser in dem Staat Südafrika in den 90ern konzipierte ich ein Planspiel, das die Frage der Privatisierung vom Zugang zum Trinkwasser in einem Township zum Inhalt hat. Die verschiedenen Interessen: der Kommune, der Bürger_innen und des Konzerns kommen zum Ausdruck und sorgen dafür, dass die verschiedenen Ebenen der Verantwortung für die Gewährleistung des Rechts auf Trinkwasser verdeutlicht werden und welche Auswirkungen die Übertragung von gesellschaftlichem Eigentum in privates Eigentum hat/haben kann. An dem Beispiel ‚Privatisierung von Wasser‘ können wir die These: „Eigentum verpflichtet“ diskutieren und überlegen, welche Bereiche des Alltags, die sozialen Menschenrechten (unsere wie auch weltweit) tangieren, durch Privatisierungen gefährdet sind. Aktuelle Beispiele gibt es ja genug, wie zum Beispiel die Privatisierung von sozialen Wohnungsbauten.“ Gertrud Gandenberger, M. A. Politologin, Studienleiterin des Internationalen Forums Burg Liebenzell |
Was Rousseau wohl zum „Landgrabbing“ gesagt hätte? Der erste, der ein Stück Land mit einem Zaun umgab und auf den Gedanken kam zu sagen »Dies gehört mir« und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der eigentliche Begründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wieviel Elend und Schrecken wäre dem Menschengeschlecht erspart geblieben, wenn jemand die Pfähle ausgerissen und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: »Hütet euch, dem Betrüger Glauben zu schenken; ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass zwar die Früchte allen, aber die Erde niemandem gehört«. J.-J. Rousseau (Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen) |
Tagungsstätte und Anschrift
![[Burg Liebenzell]](/media//neujahr2015/burg_liebenzell_800.jpg)
Burg Liebenzell. Bild: Frank Loddemann
Vielen CJD-Studentenschaftlern ist die Burg wohlbekannt als Tagungsstätte für das jährliche Januarseminar. Neben den modern ausgestatteten Seminarräumen gibt es unter anderem auch das Kaminzimmer für die abendliche gemütliche Runde. Über die Geschichte der Burg berichtet die Homepage des Seminarhauses:
Zu Anfang des 12. Jahrhunderts wurde Burg Liebenzell von den Grafen Eberstein zum Schutz ihrer Besitzungen an der Nagold erbaut. Der letzte von den Ebersteinern als Burgvogt eingesetzte Ritter, Ludwig von Liebenzell, überließ die Burg 1273 dem Deutsch-Ritter-Orden, der sie ein Jahr darauf an den Markgrafen Rudolf von Baden verkaufte. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts verlegten die Markgrafen ihren Wohnsitz in die Stadt Bad Liebenzell, die Burg verfiel mit Ausnahme des trutzigen Turmes und der Schildmauer, die noch heute als Wahrzeichen der Stadt gilt.
Anfang der fünfziger Jahre entstand auf Initiative des Bundestagsabgeordneten Gustav-Adolf Gedat mit Hilfe internationaler finanzieller und ideeller Hilfe der Aufbau des heutigen Internationalen Forums Burg Liebenzell als Ort der politischen Jugendbildung und internationalen Jugendbegegnung.
Anschrift
Burg Liebenzell
75378 Bad Liebenzell
Tel.: 07052 9245–0
07052 9245–0
Anreise
![[Burg Liebenzell Anreise]](/media//neujahr2015/burg_liebenzell_anreise.jpg)
Mit der Deutschen Bahn
Bahnstation Bad Liebenzell (ab Pforzheim oder Stuttgart) – Gerne können wir einen Abholdienst vom Bahnhof organisieren.
Zu Fuß
Vom Bahnhof Richtung Stadtmitte laufen – am Kurhaus vorbei – an der Kreuzung rechts in die Wilhelmstraße abbiegen – bis zur nächsten Kreuzung – Richtung Schömberg wählen – nach ungefähr 500 m rechts in die Burgstraße abbiegen und dem steilen Wanderweg (orange) zur Burg folgen (Gehzeit 20–30 Min.). Viel Spaß und gute Puste!
Mit dem PKW
Bad Liebenzell liegt an der Bundesstraße 463 Pforzheim - Calw
BAB A 8 Ausfahrt Pforzheim-West bzw. Leonberg
BAB A 81 Ausfahrt Herrenberg
von der Stadtmitte aus Richtung Schömberg
nach 2 km Einfahrt zur Burg Liebenzell
Hier geht es zur Anmeldung.
Tagungskosten | ||
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Mitglieder der CAV oder Gäste im DZ | 80 EUR | |
EZ-Zuschlag | 30 EUR | |
Einen Tagessatz gibt es diesmal nicht, weil die Seminarkosten ausschließlich für die Teilnahme des vollständigen Seminars gefördert werden. In den Tagungskosten enthalten sind die Übernachtungen mit Vollpension. Kinder bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres sind frei. Bitte sprecht uns auf die Betreuung für Eure Kinder an! | ||
Der Teilnahmebeitrag wird bei Anreise an der Rezeption entrichtet (bar oder EC-Karte). |
Programm | |
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Samstag, 2.01.2016 | |
ab 16:00 | Anreise |
18:00 | Abendessen |
19:00 | Kennenlernen, Erwartungen an das Seminar, Reflektion des eigenen Verhältnisses zu Eigentum |
Sonntag, 3.01.2016 | |
08:30 | Frühstück |
09:30 | Es geht auch anders: Mein Leben ohne Besitz. Ein Erfahrungsbericht. |
12:30 | Mittag |
13:30 | Grundeinkommen-Ein realistischer Beitrag für mehr Verteilungsgerechtigkeit? (Netzwerk Grundeinkommen, Referent N.N.) |
18:00 | Abendessen |
danach | Kaminabend |
Montag, 4.01.2016 | |
08:30 | Frühstück |
09:30 | Planspiel: „Wasser ist (k)eine Ware?!“ Gertrud Gandenberger, M. A. Politologin, Studienleiterin des Internationalen Forums Burg Liebenzell |
12:30 | Mittag |
13:30 | „Landgrabbing: Investitionen in den Hunger“: Interaktive Erarbeitung in Kleingruppen |
18:00 | Abendessen |
19:00 | Evaluation und Feedback: Stärken und Schwächen des Seminars |
Dienstag, 5.01.2016 | |
ab 8:00 | Frühstück |
anschl. | individuelle Abreise |